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Kämpfen, schießen, töten
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30.08.2009, 18:52
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.08.2009 18:56 von Madman-Maniac.)
Beitrag #1
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Kämpfen, schießen, töten
Hi,
ich habe am Freitag Mad World auf der Wii spielen dürfen. Ein ziemlich brutales Spiel. Aber es hat doch eine Menge Spaß gemacht. Ich spiele auch gerne UnrealTournament. Und natürlich viele weitere Spiele. Viele davon haben eines gemeinsam: Man muss Gegner ausschalten. Mal abgesehen von den meisten Sportspielen (die Ausnahmen sind Jagd-/Schießsportspiele) und den wenigen Spielen ohne Gegner (so Spiele wie die Sims, RolerCoaster Tycoon etc.) muss man bei allen Spielen seine Gegner mehr oder weniger brutal und realistisch aus dem Weg räumen. Sogar bei Spielen für Kinder. Nehmt nur mal Super Mario. Der springt auf seine Gegner und zieht sie so aus dem Verkehr. In anderen Spielen schlägt man mit einem Schwert um sich, bis der Gegner "tot" verblasst. Und in den Spielen ab 16 und 18 wird's dann etwas realisticher, so dass dann auch ein wenig bis viel Blut zu sehen ist. In Kampfspielen prügelt man auf seine Gegner ein, bis diese regungslos am Boden liegen. Das alles ist virtuell. Nicht echt. Und es trainiert auch rein gar nichts. Mal von der Hand-Augen-Koordination abgesehen. Aber wenn ich eine Kombination aus drei Knöpfen drücken muss, lerne ich nicht mit einem Schwert zu kämpfen. Fuchteln mit gleichzeitigem Knopfdruck auf der Wiimote bringt mir nicht den Umgang mit Kettensägen bei. Mausbewegungen lassen mich nicht zu einem besseren Schützen werden. Warum regen sich also so viele Menschen über die Spiele auf? Was wirklich trainiert, sind die Schützenvereine, Kampfsportgruppen etc. Zudem gibt es für Kinder Spielzeugwaffen. Mit Wasserpistolen kann man einigermaßen das Zielen lernen. Im Handel wird eine große Vielfalt an Attrappen gängiger Mordwerkzeuge als Kinderspielzeuge angeboten. Aber darüber macht sich keiner Sorgen. Es ist vollkommen ok, wenn ein 6-jähriger einem anderen wüst brüllend eine Spielzeugpistole an den Kopf hält. Die spielen ja nur... Spielt dieser 6-jährige aber bspw. CounterStrike und hält dort virtuell einem virtuellen Gegner die Waffe an den Kopf, dann wird gewettert und der Aufschrei nach einem Verbot solcher Spiele wird laut. Ist die Menschheit wirklich so dumm, dass sie die Unterschiede nicht erkennt? |
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31.08.2009, 09:17
Beitrag #2
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RE: Kämpfen, schießen, töten
Als Spieler hat mans nicht leicht, das stimmt.
Ich will auch nicht ausschließen das manche Leute (die villeicht tieferliegende Psychologische Krankheiten haben) diese Spiele als Ventil benutzen und irgendwann einfach rausgehen und dies nachmachen. Würden alle FPS/"Killerspiel" - Spieler zu Tötungsmaschinen hätte aber die Welt ein etwas größeres Problem als 1-2 Amokläufe pro Jahr. Dieses Hinhacken auf Spieler ist ganz einfach ein Versuch einen schuldigen zu finden. Es können nicht die Eltern sein die sich nicht um die Kinder kümmern, es kann nicht der Staat sein der Privatpersonen Waffen legal besitzen lässt, es kann nicht einfach ein Ausbruch von Aggression sein die manchmal Jugendliche befällt, gepaart mit der verfügbarkeit einer Waffe, muss was anderes sein. Warum ist Waffenbesitz für private legal? Sobald NIEMAND eine Waffe besitzen darf außer Polizisten, Militär usw. können auch Verbrecher nicht mehr Legal eine Waffe besitzen (denen wird das zwar egal sein aber ich denke er wird dich eher erschießen wenn du beginnst eine Waffe auf ihn zu richten) und Amokläufer kommen auch nicht mehr so einfach an Papas Waffe. Ich kann Spiel und Realität unterscheiden und mag es wenn mich ein Spiel in seine Geschichte hineinzieht. Mit toller realitätsnaher Grafik und guter Story. Außerdem sollte man mal anfangen das Kinderprogramm durchzusehen und sich zu fragen ob der geänderte Konsum von plötzlich brutalen und realen Zeichentrickserien und grottenschlechter Serien wie K11 (Vergewaltigung im Nachmittagsprogramm, JUHU!) daran mitwirkt. Liebe Politiker, denkt mal im Sinne der Staatskasse. Der Spielemarkt ist eine Multimlliardenindustrie geworden. Deutschland macht es seinen Spieler und seinen Entwicklern nicht leicht. Deutschland bedeutet für jeden Publisher mehrarbeit. Für Österreich wird Synchronisiert und für Deutschland noch geschnitten. Spiele wie Prototype werden in Deutschland einfach nicht veröffentlicht weil sie keine Chance haben, egal wie geschnitten, durch die USK zu kommen. Deutschland macht sich selbst langsam aber sicher seine Wirtschaft kaputt. Denn das Geld das Deutsche für Spiele ausgegeben wird fließt immer mehr ins Ausland. Und es wird immer ein Land geben wo man Ungeschnittene Spiele kaufen kann. my 2 cents Wenn du den Kopf bewahrst, ob rings die Massen ihn verlieren und sagen du bist schuld. Wenn du dir vertraust, da alle an dir zweifeln und du ihr wanken mit Verständnis siehst. Wenn du jede unerbittliche Minute mit 60 sinnvollen Sekunden füllst, dann ist dein die Erde mit allem Guten und was noch mehr mein Sohn, du bist ein Mann. |
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31.08.2009, 14:54
Beitrag #3
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RE: Kämpfen, schießen, töten
ACK!
Wie ich schon sagte: In Spielen lernt man nicht zu schießen. Wohl aber in einem Schützenverein. Und die suchen derzeit wieder verstärkt nach Nachwuchs, da sie allmählich zusammenschrumpfen (ist nunmal ziemlich traditionell das ganze). So ein Sportschütze hat auch gerne sein eigenes Gewehr und das dann natürlich auch zu Hause. Auch mit einem Luftgewehr kann man einen Menschen schwer verletzen oder gar töten. In einem solchen Verein geht es darum, das Ziel möglichst genau zu treffen. Ergo lernt man zu schießen. Und zwar real. Sog. "Killerspiele" sind aber soooooooo viel schlimmer... HA HA! Natürlich... Aber es ist in Ordnung, wenn Donald Duck von seinen Neffen mit Dynamit in die Luft gejagt wird. Immerhin überlebt er es ja. Hey! Wenn der das berlebt, dann doch wohl sicher auch der kleine vierjährige, der sich das ansieht und an Silvester die Knaller seines großen Bruders klaut... Wie blind kann man eigentlich sein? *augenverdreh* Kinder und Jugendliche sollen geschützt werden. Haben Verbote da jemals geholfen? Sicher nicht... Ist es richtig, Dritte zur Verantwortung zu ziehen? Auf keinen Fall... Warum wird es dann getan? Ist doch klar: Weil es so schön einfach ist... *seufz* Armes Deutschland -.- |
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01.09.2009, 11:19
Beitrag #4
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RE: Kämpfen, schießen, töten
Verbote erhöhen erwiesenermaßen den Reiz.
Auch toll ist die Amerikanische Einstellung: Gewalt soviel du willst, nur nackte Haut darf man nicht zeigen :D Wenn du den Kopf bewahrst, ob rings die Massen ihn verlieren und sagen du bist schuld. Wenn du dir vertraust, da alle an dir zweifeln und du ihr wanken mit Verständnis siehst. Wenn du jede unerbittliche Minute mit 60 sinnvollen Sekunden füllst, dann ist dein die Erde mit allem Guten und was noch mehr mein Sohn, du bist ein Mann. |
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01.09.2009, 15:33
Beitrag #5
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RE: Kämpfen, schießen, töten
Was soll man auch von einem Land erwarten, in dem man mit 16 bereits den Führerschein machen, mit 21 dann Alkohol trinken und Autos mieten darf? (o_O)
Dürfen die eigentlich irgendwas neues mit 18? Mal von Verträgen abschließen abgesehen... Nackte Haut (zumindest von Frauen) bekommt man in Deutschland mehr als genug zu sehen... Fängt ja schon morgens früh im TV an... Zwischendurch nimmt man sich dann ne Zeitung oder n Magazin zur Hand. Die Werbung darin enthält auch genug Nacktheit. Dann wechselt man wieder zum TV... War's bei ibash, oder bei german-bash, wo jemand so treffend sagte "Wenn jemand Amok läuft, werden gleich die 'Killerspiele' verboten, aber wenn jemand Holzblöcke von ner Brücke schmeißt, geht niemand gegen Tetris vor."? Sehr passend... Was ist mit den vielen Jugendlichen, die zu schnell mit dem Auto unterwegs sind und dann tödliche Unfälle bauen? Geht da irgendwer auf Autorennspiele los? Nöö... Bei dieser Willkür bei der Wahl von "bösen" Spielen kann man die Politiker doch nicht mehr ernst nehmen. Wenn die Killerspiele eine solch verheerende Wirkung auf die Kids haben, warum dann nicht auch alle anderen (Computer-)Spiele? Und was ist mit Brett-, Karten- und Tabletop-Spielen? Auch dabei kann man ziemlich aggresiv werden, wenn man ein schlechter Verlierer ist. Es war bei GBO wo jemand meinte, er würde seine Festplatte formatieren, Löwenzahn und Teletubbies installieren und dann Amok laufen. Auch mich würde interessieren, wie das dann interpretiert wird. Werden dann Lern- und Kinderspiele verboten? |
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01.09.2009, 15:58
Beitrag #6
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RE: Kämpfen, schießen, töten
Er würde für nicht zurechnungsfähig erklärt ;-)
Apropos Autofahren. Neulich wurde im Radio berichtet das unsere Politiker härter gegen müdigkeit am Steuer vorgehen. immehrin passieren wegen Sekundenschlaf 20 tödliche Unfälle pro JAHR! Und die Dunkelziffer liegt bei 100 Unfällen pro Jahr. Ok. Schön. Und warum wird nicht gegen Alkohol am Steuer vorgegangen mit z.b. 0,0 Promille?! Weil die Schläfer keine Lobby haben die Alkis aber schon? Doppelmoral ist schon was feines. Und bei Spielen sieht man das sehr gut wie du beweist. Wenn du den Kopf bewahrst, ob rings die Massen ihn verlieren und sagen du bist schuld. Wenn du dir vertraust, da alle an dir zweifeln und du ihr wanken mit Verständnis siehst. Wenn du jede unerbittliche Minute mit 60 sinnvollen Sekunden füllst, dann ist dein die Erde mit allem Guten und was noch mehr mein Sohn, du bist ein Mann. |
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01.09.2009, 18:10
Beitrag #7
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RE: Kämpfen, schießen, töten
*hrrhrr* Ja, der Zugang zu Alkohol ist wirklich leicht. Und im Suff passieren ja nicht nur Autounfälle. Menschen werden teilweise sehr aggressiv, oder verlieren einfach die Kontrolle über sich selbst.
Aber anstatt dass der Alkohol in Schränke geschlossen und nur auf Verlangen verkauft wird, macht man dies mit den Computerspielen... Das, was die Politik zum Schutz der Gesellschaft unternimmt, klingt vielleicht im ersten Moment gut und logisch in den Ohren der meisten Menschen (nämlich derer, die sich mit den Themen nicht auskennen (wollen)), aber letzten Endes gehen die Maßnahmen alle in die falsche Richtung und bewirken das Gegenteil. |
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